LVR Klinik Langenfeld

Ort Langenfeld
Auftraggeber Landschaftsverband Rheinland (LVR)
Architekten sander.hofrichter architekten GmbH
Leistungsumfang Objektplanung LP 1 - 8
Fläche 1,9 ha
Planungszeitraum 2012-2015
Realisierungszeitraum 2015-2018

Visualisierungen: sander.hofrichter architekten GmbH
In Bearbeitung: Änderungen vorbehalten

Die bestehende Bebauung des Areals der Psychiatrischen Klinken Langenfeld wird durch einen Neubau im östlichen Randbereich erweitert. Der Neubau grenzt unmittelbar an zwei Bestandsgebäude und im Süden und Osten an den Wald eines Landschaftsschutzgebietes an.
Das neue Stationsgebäude wird mit einem verglasten Gang und einem mittigen Eingangspavillon mit dem Bestandsgebäude verbunden. Im Osten des Pavillons entsteht eine Platzsituation - ein Blütenhain - der sich in die U-förmige Hofsituation zwischen Alt- und Neubau einbettet. Blüten- und Heckenbänder gliedern den Platz und schaffen Aufenthaltsqualität und Rückzugsräume. Dieser Bereich bildet den Übergang zum Landschaftsschutzgebiet. Im Erdgeschoss des Gebäudes befinden sich zwei große Atrien, die für die Patienten der jeweiligen Station frei zugänglich sind. Der Raum wird durch geschwungene Heckenbänder gegliedert. Bänke, die diesen Hecken zugeordnet sind, ermöglichen ein geschütztes Sitzen und bilden Rückzugsorte.
Der Innenhof des Neubaus ist an drei Seiten vom Gebäude umgeben und öffnet sich Richtung Süden der bestehenden Waldkulisse. Von der Gestaltung erhält der Innenhof den Charakter eines grünen Patientengartens und ist von zwei Stationen im Erdgeschoss zugänglich. Ein geometrischer Rundgang mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten umschließt die große Pflanzfläche, die von schmalen Wegen gequert wird. Das Gelände im Innenhof wird durch kleine Mulden und Hügel topographisch differenziert herausgearbeitet, was den natürlichen Charakter unterstreicht.
Die Pflanzenauswahl und Anordnung in der Freianlage spiegelt den Übergang vom Klinikareal zum Landschaftsschutzgebiet und zur Waldkante wieder.