Stadtpark und Fritz-Gressard-Platz

Ort Hilden
Auftraggeber Stadt Hilden
Leistungsumfang Werkstattverfahren
Fläche 3,3 ha
Planungszeitraum 2015
Perspektive: Willi Landers

Das Gebiet des heutigen Stadtparks und Fritz-Gressard-Platzes hat sich im Laufe der Jahrhunderte von seinem Ausgangszustand über ein Fabrikgelände für Textilfirmen und einer Villa mit Privatpark des Textilunternehmers Spindler, zu einer öffentlichen Parkanlage und zu einem urbanen Platz entwickelt. Unser Konzept zur Revitalisierung der Freianlage sieht die Reaktivierung der Zeitzeugen als identitätsstiftende Maßnahmen und das behutsame hinzufügen neuer Gestaltungselemente vor. Das große Kapital des Stadtparks ist die Wiese mit ihren eindrucksvollen und historischen Bäumen. Um diese gekonnt in Szene zu setzen, werden sie freigestellt und der Unterwuchs im Park teilweise entfernt. Es entsteht „Die freie Mitte“, das neue Zentrum des Stadtparks, eine Bürgerwiese für Alle, egal welchen Alters. Der Textilgarten gibt der Spindlervilla ein würdiges Vorfeld und fungiert als Verbindungsglied zwischen Villa, Stadtpark und Innenstadt. Er ist eine Willkommensgeste an die Parkbesucher und stellt die neue Eingangssituation zum Park aus der Innenstadt dar. Der Garten greift die historischen Relikte der Textilindustrie auf, in dem er mit Pflanzen gestaltet wird, die früher in der ansässigen Textilindustrie verwendet wurden. So erhalten die Besucher einen Einblick in die Historie der Textilproduktion. Die neue Platzmitte des Innenhofs - ein Kommunikations- und Aufenthaltsort - bilden drei Hochbeete mit integrierten Sitzelementen. Ein breiter Wegerahmen - der Drive - umschließt das Parkgelände, lenkt die Besucher durch den Park, gibt ihnen Orientierung, bindet den Stadtpark an das städtebauliche Umfeld an und verknüpft es mit diesem. Um den Fluss Itter für die Besucher des Stadtparks erlebbar zu machen und ihn wieder mehr in den Stadtpark einzubeziehen, wird der Sichtbezug und die Zugänglichkeit zur Itter an einer Stelle wieder hergestellt. Im südlichen Bereich des Stadtparks erstreckt sich das Aktionsband für alle Generationen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Im Aktionsband werden bestehende Nutzungen (Kiosk und Minigolfanlage) und neue Nutzungen (z.B. Rosenpergola und Kinderspiel) zusammengefasst und aufgewertet.