Parc Vallée de la Pétrusse

Ort Luxemburg Stadt, LU
Auftraggeber Ville de Luxembourg
Leistungsumfang Freiraumplanerisches Masterkonzept
Fläche 12 ha
Planungszeitraum 2015
Perspektive: Willi Landers

Das schluchtartige Tal „Vallée de la Pétrusse“ befindet sich mitten in der Stadt Luxembourg und erstreckt sich über eine Länge von 2 km sowie einer Breite von bis 150 m in Ost-West Richtung. Vom Talgrund bis zur Oberstadt kommt es zu einem Höhenunterschied von bis zu 60 m. Das Tal trennt das Stadtzentrum vom Bahnhofsviertel. Aufgrund seiner exponierten Lage, seiner historischen Bedeutung, seiner biotopvernetzenden Funktionen sowie des hohen Nutzungsdrucks durch die Stadtbevölkerung und Touristen, kommt dem „Vallée de la Pétrusse“ in vielerlei Hinsicht eine besondere Bedeutung zu. Um den daraus resultierenden vielfältigen Anforderungen an eine zukunftsweisende Parkgestaltung gerecht zu werden, ist eine umfassende Revitalisierung des gesamten Tales vorgesehen. In diesem Zusammenhang soll ein Park entstehen, der sowohl den Belangen des Naturschutzes als auch den Belangen der Freizeit- und Naherholungsnutzung einen tragfähigen Rahmen bietet.
Das Masterkonzept sieht vor, den Bachlauf Pétrusse durch Anheben der Gewässersohle und teilweisen Abbruch der Ufermauern aus seinem befestigten Bachbett zu befreien. So erhält der Bachlauf den Platz, den er für eine naturnahe Entfaltung benötigt. Das Gewässer erfährt eine ökologische Aufwertung, wird für die Besucher zum Beispiel durch Sitzstufen wieder erlebbar und so zum talprägenden Element. Die Uferseite zur Stadt bekommt einen urbanen Charakter mit verschiedenen Nutzungen (Sport und Freizeit, Erholung und Geschichte). Auf dieser Seite wird die Pétrusse von einer Uferpromenade begleitet, die die unterschiedlichen Nutzungen erschließt und verbindet. Die gegenüberliegende Uferseite bekommt einen landschaftlichen Charakter mit extensiver Nutzung. Entlang der Pétrusse entsteht ein vielfältiger Ufersaum mit unterschiedlichen Böschungssituationen und naturnahen Gewässerrandstreifen. Ein neues Wegenetz mit Haupt- und Nebenweg erschließt die gesamte Parkanlage.  Vorhandene Eingänge, Zuwegungen und der bestehende Panoramaweg sind mit diesem neuen Wegenetzt verknüpft.  Die beiden Uferseiten sind mit mehreren Brücken miteinander verbunden.