Place Frounert

Ort Bissen, LU
Auftraggeber Gemeinde Bissen
Architekten Wagner & Cotza Architekten
Leistungsumfang Wettbewerb 1. Preis, Objektplanung LP 2 - 8
Fläche 1,2 ha
Planungszeitraum 2008 - 2012
Realisierungszeitraum 2010 - 2013

in Förder-Demmer
Fotografie: 1 + 2 Johannes Zell, weitere Willi Landers

Die Gemeinde Bissen hat einen für Luxembourg typischen dörflichen wie auch kleinstädtischen Charakter und eine umfangreiche Historie. Das Planungsareal liegt unmittelbar am Bachlauf des Attert. Wichtige bauliche Solitäre wie das Rathaus und eine Vogtei liegen im unmittelbaren Kontext. Im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung wurde ein Konzept entwickelt welches den sogenannten „Place Frounert“ als brachliegenden Dorfrand stärker in die Stadt – bzw. Dorfstrukturen einbindet. Die Grundelemente des Entwurfes sind ein Park, eine Festhalle und ein Brückenschlag über den Attert. Diese bilden die städtebaulichen Bausteine mit dem vorrangigen Ziel für Bissen eine neue attraktive Mitte auszubilden. Zentrales verbindendes Element des Bestandes mit dem neuen Areal bildet eine geradlinige Promenade. Die Promenade mit  dem Brückenschlag über den Attert inszeniert den Weg ans Wasser. Ein altes Waschhaus am Wasser wird zu einem poetischen Ort ausformuliert.Der eigentliche Bereich des Place Frounert wurde konzeptionell in mehrere Räume gegliedert: Den Platz der Jugend, den Festplatz als befestigte Bereiche sowie Park und Uferpark als grüne Flächen. Die Plätze sowie die angrenzenden Fußwege in den Park nehmen in ihrer Form und Richtung bestehende Achsen der Bebauung auf und stellen so zwischen den offenen Flächen und den Gebäuden einen Bezug her. Freiwachsende Hecken fassen die befestigten Plätze deutlich ein. Diese Flächenstruktur wird auch durch unterschiedliche Baumarten in den ein­zelnen Bereichen betont. Mit dem Platz der Jugend erhält das Jugendzentrum im Norden des Place Frounert einen Be­reich, in dem sich die Jugendlichen ihren Bedürfnissen entsprechend ausleben können. Das beste­hende Multifunktionsspielfeld wird in die Fläche integriert und um weitere Spielelemente er­weitert. Mit dem “Generationentisch” erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich im Freien auf­zuhalten und auszutauschen. Das Jugendzentrum erhält mehrere eigene Stellplätze auf der Nord­seite dieses Bereiches. Der Platz an der im Süden gelegenen Festhalle soll einen repräsentativen und einladenden Charakter erhalten. Dieser Raum öffnet sich, genauso wie die ebenfalls umzugestaltende Festhalle, zur naheliegenden Attert. Ein Bereich aus großformatigen Platten in der Platzfläche bildet einen Platz-im-Platz, der seitens der Halle vielseitig genutzt werden kann. Innerhalb dieser Fläche bieten sich sowohl sonnige Sitzplätze als auch schattige Bänke unter dem Blütenhain zum Entspannen an. Die Querspangen des Parks sind nach Westen als Pont de Vues ausgebildet. Der ufernahe Weg thematisiert durch eine schwellenartige Torsituation den Übergang in die Landschaft.