Masterplan ChengDu

Ort ChengDu, CN
Auftraggeber RSAA
Architekten RSAA
Leistungsumfang Masterplanung
Planungszeitraum 2010
in Förder-Demmer
Perspektiven: Willi Landers

Die chinesische Metropole Chengdu ist eine der bedeutendsten Wirtschaftsstandorte Chinas und hat im Zuge des derzeitigen Wachstums einen hohen Bedarf an neuen Gewerbe-, Industrie- und Büroflächen. Um diesem Wachstum gerecht zu werden entsteht im Nordwesten der Stadt ein neuer Stadtteil, in dem diese Nutzungen miteinander verbunden werden sollen. Grundphilosophie für diesen Masterplan ist die „Stadt der kurzen Wege“. Mit dem Masterplan Cheng Du soll die europäische Sichtweise der Stadt im Sinne ihrer Maßstäblichkeit sowie klassischen wie zeitgemäßen Raumqualitäten auf das immense oder beinahe explodierende Wachstum der Metropole feinfühlig hinwirken. Autarke Quartiere (Wohnen, Infrastruktur, öffentlicher Raum, privater Raum) fungieren als städtebauliche Grundmodule die über eine ganzheitliche Freiraumplanung miteinander vernetzt sind. Breite Grünzüge durchqueren das Grundraster der Stadt und weiten sich partiell zu gestalteten Parkanlagen mit hohen Aufenthaltsqualitäten für aller Bevölkerungsschichten und alle Altersgruppen. Die Einwohner sollen die Möglichkeit erhalten alle Bedürfnisse des täglichen Lebens innerhalb einer kurzen Distanz erledigen zu können. Zu diesem Zweck entstehen viele kleinere Quartierszentren mit Schulen, Kindergärten, Einkaufs- und Erholungsmöglichkeiten. Der Habitus der Baufelder entspricht in seiner formalen Gestaltung den Tendenzen eines „gefalteten Stadtraumes“, vor allem um lange Baufluchten grundsätzlich zu vermeiden. Der Wohnungsbau in menschlichen Maßstäben soll vordergründig behandelt werden. Hierzu gilt die Baumassenverteilung vom Bürokomplex zum Wohnungsbau differenziert gestalten und zu staffeln. Der gesamte Stadtkörper ist  hinsichtlich seiner Zonierung (Gewerbe/Wohnen/Infrastruktur) gegliedert und hierarchisiert. Die Erschließung folgt ebenfalls diesem Grundaufbau: Verschiedene Straßenquerschnitte bieten eine höchstmögliche Differenzierung des öffentlichen Raumes. Im Besonderen weist der Städtebau eine Kernzone mit dominanten Kulturbauten bzw. besonderen öffentlichen Bauwerken auf. Der Masterplan sieht hierzu prägnante skulpturaler Freiraumelemente in einer besonderen Typologie vor (Rasenpyramiden, Künstliche Wasserflächen etc.