Wohnen am Rochusplatz - 2. Rang

Ort Köln
Auftraggeber GAG Immobilien AG
Architekten Dewey Muller architekten stadtplaner
Leistungsumfang Wettbewerb 2. Rang
Fläche 15.000 m²
Planungszeitraum 2016

Perspektive: Dewey Muller architekten stadtplaner

Im Rahmen eines Qualifizierungsverfahrens sollen zur Stärkung der Wohn- und Versorgungsfunktion im Grenzbereich zwischen den Kölner Stadtteilen Bickendorf und Ehrenfeld, Entwürfe für eine wohnbauliche und gewerbliche Nutzung mit einer hohen Freiraumqualität erarbeitet werden.
Das Plangebiet befindet sich im südlichen Bereich des Rochusplatzes in Köln-Bickendorf. Bis 2010 war ein Teilbereich des heutigen Rochusplatzes durch ein Hallenschwimmbad bebaut. Gegenwärtig wird die Fläche als Stellplatz, Festplatz und für den Wochenmarkt genutzt.
Die städtebaulichen  Vorgaben bedeuten im Umfeld von Venloer Straße, West-Center, GAG-Beständen  und Äußerer Kanalstraße eine vollständige Neuordnung der Außenräume und bieten die Chance einer umfassenden Aufwertung und vielfältigen Nutzung.
Der neue Rochusplatz mit seiner nun angemessenen  Proportion und Größe behält seine Funktion als Wochenmarkt bei. Bauminseln gliedern die nach wie vor große Platzfläche und schaffen den menschlichen Maßstab und die Aufenthaltsqualität  im alltäglichen Gebrauch. Der im Bodenbelag abgesetzte Platzrahmen bezieht die Kapelle und die nördliche Seite der Venloer Straße im Bereich der Bushaltestelle ein und schlägt die Brücke nach Alt-Bickendorf.
Die im Innenhof gelegenen Mietergärten sind im Norden um das herausgerückte Ladengeschoss erhöht, ansonsten liegen sie im Hochparterre. Den Rückseiten der Läden ist an der West- und Nordseite des Hofes eine Pergola als berankte Stahlkonstruktion  vorgelagert. Sie nimmt die Fahrradständer und die Müllcontainer auf, hält auf der Nordseite das Geländer des angrenzenden Weges und ist durch „Balkone“ im 1. Obergeschoss und Treppen in den Innenhof rhythmisiert. Den Kern des Innenhofs bildet ein Blütenhain mit Spielinseln, umsäumt von einem Weg mit auf die Spielfläche ausgerichteten  Bänken. Die „Balkone“ zwischen den Pergolen bieten Sitz- und Aufenthaltsflächen  mit Blick auf den Blütenhain.